Geschichtliches

Die schweren Aufbaujahre

Ankunft

Die Ankunft in Treysa

Die Ankunft der Réfugiés war scheinbar perfekt vorbereitet. Obwohl Landgraf Karl sich erhofft hatte, nur Manufacturiés und Handwerker zu bekommen, da für die Bauern nicht mehr genug Land vorhanden war, handelte es sich bei den am 13. Juni 1699 in Treysa unter der Leitung Pierre Métuels ankommenden Hugenotten überwiegend um Bauern. Dennoch wurden diese bereitwillig aufgenommen. Die 123 Réfugiés, die im Laufe des Sommers auf 199 anwuchsen, wurden in Bürgerquartieren und im ehemaligen Klostergebäude untergebracht. Für ihr leibliches Wohl hatte man Vorsorge getroffen.
Die Wirte mussten Getränke, die Kaufleute Butter und Käse, Speck, Heringe, Stockfische und andere Lebensmittel, die Bäcker Brot und Wecken bereit halten. Im übrigen bekamen sie Siedlungsgelände, Saatgut (welches nach zwei Jahren zurückgezahlt werden sollte), Huten und Trischer (Wiesen und Felder) in der Treysaer Gemarkung zur Verfügung gestellt, da Landgraf Karls ursprünglicher Plan dahin ging, die Hugenotten in Treysa sesshaft zu machen.

Quelle: Chronik des Hugenotten- und Geschichtsverein Frankenhain e. V.

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